Die Produktionskosten von ehrlichem Extra Virgen!
Die Produktionskosten eines Qualitätsöls sind aufwendig und kostspielig. Laut einer wissenschaftlichen Studie der Betriebsökonomen Roberto Righi und Vittorio Tellarini (Toskana) lagen die Produktionskosten für einen Liter Olivenöl im Jahr 1998 im Toskanischen Hügelgebiet zwischen 9 und 14 Euro
Ein jüngeres Rechenbeispiel von 2004 für einen mittleren Betrieb mit 3300 Olivenbäumen zeigt weshalb das Öl vom Produzenten nie billig sein kann:
| Arbeitskosten für Sauberhalten, Spritzungen, Düngen, | |
| Schnitt, inkl. Maschinen (20Min/Baum a € 15,- /Stunde) | € 16.500,- |
| Dünger, Spritzmittel, Diesel | € 4,950 |
| Bewilligung, Buchhaltung, Techn. Beratung, Steuer etc. | € 6000,- |
| Unterhalt, Amortisierung, Reparatur und Kauf Werkzeugen | € 4800,- |
| Festkosten ges. | € 32.250 |
Bevor der Produzent auch nur eine Olive ernten kann, muss er für den Unterhalt seiner 3300 Bäume ca. € 32.000 aufwenden. Geht man realistischerweise von einem mittleren Ertrag von einem Liter Öl je Baum aus, schlagen die Kosten mit fast 10 Euro pro Liter zu Buche.
Hinzu kommen fünf Euro pro Liter für Ernte und Pressung. Die Gesamtkosten für die Produktion eines Liters Extra virgen in der Toskana betragen damit rund 15 Euro! Ohne Steuern und ohne Eu - Beihilfen.
Eine Halbliterflasche echtes Extra virgen dürfte beim Qualitätsproduzenten nicht weniger als 10 bis 15 Euro kosten und im Fachgeschäft nicht weniger als 20 Euro kosten.
Quelle Auszug Merum Olivenöl 0,5
Frisch gepresst
Würden Sie einen Orangensaft, einen Fruchtsaft, der aus frischen Früchten ohne Konservierungsstoffe seit über einem Jahr im Regal steht kaufen? Oder hätten Sie Lust darauf? Ein solcher Fruchtsaft ist auch Olivenöl, wenn auch länger genießbar, aber dennoch nie wieder so gut wie am ersten Tag und in den ersten Wochen.
Billig ist nicht gut genug!
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte. Die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zuwenig zu bezahlen.
Wenn wir zuviel bezahlen, verlieren wir etwas Geld, das ist alles. Wenn wir dagegen zuwenig bezahlen, verlieren wir manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand, die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen wir das niedrigste Angebot an, müssen wir für das Risiko, das wir eingehen, etwas hinzurechnen.
Und wenn wir das Tun, dann haben wir auch genug Geld, um etwas Besseres zu bezahlen.
John Ruskin
(Englischer Sozialreformer 1819-1900)













